
Unzählige Menschen sind zur Zeit angetreten und wollen die Welt verbessern und sind auch fest davon überzeugt, daß sie dies könnten.
Nun sagt Gott-als-Jesu-Christ dazu:
„Wer die Welt verbessern will, hält Gott für einen Pfuscher.“
Um dies zu verstehen, müssen wir uns vor Augen halten, daß es nicht „die Welt“ ist, die schlecht ist, im Gegenteil, es ist alles perfekt. Ja, es muß zwingend perfekt und vollkommen sein, da es von Gott kommt, welcher doch die höchste Weisheit und Liebe ist.
Alles Übel in der Welt, kommt einzig allein vom Menschen aufgrund seines freien Willens. Wenn also etwas zu verbessern wäre, dann der Mensch.
Dies kann aber nur jeder für sich selbst tun. Obwohl viele versuchen, alle anderen zu ändern statt sich selbst – unter welchem Vorwand auch immer. Allen voran die sogenannten Mindset-Coaches.
Ein weiteres Problem ist, daß wir das Gute in manchen Dingen nicht sehen können, was unserem mangelnden Verständnis zu schulden ist.
Wer hätte nicht schon mal im Nachhinein nach Jahren festgestellt, daß ein, aus seiner damaligen Sicht, schreckliches Unglück, tatsächlich die Ursache zu etwas weit größerem Guten war?
Daß die Welt an sich vollkommen eingerichtet ist, trifft nur auf den Menschen selbst nicht zu. Warum ist das so?
Wir sehen, daß alle Pflanzen und Tiere in einer perfekten Ordnung entstehen und gedeihen. Sie können auch gar nicht anders, weil sie schon bei der Geburt alles notwendige instinktiv in sich haben. Sie haben keinen freien Willen und sind damit im so genannten „Gericht“, d. h., sie können keinen Schritt darüber hinaus tun.
Schauen wir uns den von Gott gegebenen freien Willens des Menschen etwas genauer an. Damit dieser freie Wille auch zur Anwendung kommen kann, MUSS der Mensch eine Wahl haben, dies oder jenes zu wollen.
Darum sind ihm Gebote als Anleitung zum Guten gegeben und es wurde ebenso notwendig Anreize zum Schlechten gegeben, denn ohne dies, wäre ein Wählen nicht möglich.
Der Mensch kommt, im Gegensatz zu den Tieren, als vollkommen unbeschriebenes Blatt zur Welt und muß sich alles selbst aneignen. Dabei sind ihm, außer seinem eigenen Willen nach seiner Erkenntnis, keine Schranken gesetzt. Auch Gott darf da nicht eingreifen, sonst würde auch der Mensch im gleichen Moment gerichtet sein und nichts mehr aus sich selbst tun können.
Dennoch steht der Mensch nicht völlig allein da, sondern er bekommt, je nach seinem Wollen, entweder Unterstützung von oben oder es werden ihm Steine in den Weg gelegt bei Zuwiderhandlung gegen Gottes Ordnung.
Dies muß jedoch stets unbemerkt geschehen, damit der freie Wille niemals dadurch beeinträchtigt würde.
Es wird gesagt: Gott kommt dem Menschen auf halbem Wege entgegen – aber auf der zweiten Hälfte.
Wir sehen gerade, daß das Böse in der Welt überhand nimmt und da fragen dann viele: Ja, warum greift Gott da nicht ein? Warum läßt Er dies zu? Die Antwort ist: Daß Gott eben auch die höchste Geduld ist und die Warnungen an die Übertreter der göttlichen Ordnung nicht ausbleiben. So wird dann wohl bald wieder der Punkt erreicht, wo der Herr sagt: „Bis hierher und nicht weiter!“, so wie es zu Zeiten Noahs war, wo die Einwohner Hanochs über hundert Jahre lang durch Propheten und Engel gewarnt wurden.
Wenn Du also „die Welt“ verbessern willst, dann gehe zuerst dreimal durch dein eigenes Haus, was soviel besagt, daß du dich selbst innerlich beschauen sollst und allen Unrat aus dir entfernen sollst.
Auf diese Weise baust du dir einen Tempel im (geistigen) Herzen, wo du jederzeit Zwiesprache mit deinem Schöpfer halten kannst.
Nun ist die Selbstverbesserung für viele zu unbequem und so finden sie Ausreden oder schieben es auf – bis sie endlich „finanziell frei“ sind, in dem Wahn, dann plötzlich gläubig werden zu können und auch noch genügend Lebenszeit dazu hätten, Gutes zu tun und sich zu verbessern.
Für die Einsichtigen entsteht nun die Frage:
Wo fange ich an, mich zu verbessern? Was kann ich tun? Und wie? Wer zeigt mir den Weg? Wer hilft mir?
Nimm das Erstbeste, was dir besser dünkt als das, was du jetzt bist. Lege unnütze oder gar schädliche Gewohnheiten ab. Allein dadurch lernst du dich besser kennen und schulst deinen Willen zum Guten hin.
Bitte Gott um Mithilfe. Wie Jesus sagte: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Und das gilt ewig.
Gleichzeitig sollte aber bedacht werden, daß niemand zwei Herren dienen kann. Entweder du begibst dich auf den geistigen Weg zu Gott oder du hängst dein Herz an die Welt, die Materie.
Nun sind aber so gut wie alle Menschen, egal ob reich oder arm, damit beschäftigt, ihr Geld zu vermehren. Und die Bibel sagt: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher ins Himmelreich kommt.“
Mit „reich“ ist hier nicht finanzieller Reichtum gemeint, sondern „reich an weltlichen Ideen und Vorlieben“. Denn es kommt immer darauf an, wie der finanzielle Reichtum verwendet wird. Lazarus war einer der reichsten Männer um Jerusalem und ein Liebling Jesu, denn er verwendete seinen Reichtum dazu, vielen Menschen Arbeit zu verschaffen, unterstützte aus Nächstenliebe unzählige Arme und hielt aus Liebe zu Gott Dessen Gebote.
Wer nun aber geistig arm ist, dem wird es nicht besser ergehen, den er hat, wenn er im Jenseits ankommt, „kein Öl auf der Lampe“, was bedeutet, daß er den Weg nicht findet und lange wird zu tun haben, bis es ein wenig heller in ihm wird.
Zwischenbemerkung: ein Nadelöhr bezeichnete man ein aus Sicherheitsgründen sehr eng gebautes Tor in der Stadtmauer Jerusalems, durch welches nicht einmal ein unbeladenes Kamel paßte.
Wer nun mehr erfahren möchte über die Möglichkeiten und Wege zur Selbstverbesserung, lese die Artikel über Transformation, Bewußtsein, Demut, Selbsterkenntnis, Liebe und ähnliche Themen hier.
Wer dann auch noch kommentiert oder Fragen stellt, zeigt damit, daß er sich Gedanken gemacht hat und geistig noch so recht lebendig ist.
